Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Bilder vom aktuellen Schuljahr.

Musikensembles des HGE präsentieren sich auf der Gartenschau

Die Sparkassenbühne auf der Gartenschau

Was gibt es Schöneres, als einen warmen Sommerabend mit Musik im Grünen ausklingen zu lassen? – Wer am Mittwoch, dem 29. Juni, die Gartenschau Eppingen besuchte, konnte genau solch einen Abend genießen. Auf der großen Kreissparkassen-Bühne präsentierten die musikalischen Ensembles des Hartmanni-Gymnasiums ein abwechslungsreiches Programm in sommerlicher Atmosphäre.

Die Sommerserenade, welche normalerweise immer in der Aula der Schule stattfindet, erlebte nach zwei Jahren Pause in diesem besonderen Rahmen der Gartenschau einen fulminanten Neustart. Mit Liedern von Liebesleid und Liebesfreude, der Suche nach spirituellem Naturerlebnis und Sehnsucht nach Freiheit und Trost wurden musikalisch Lebensträume in großer stilistischer Bandbreite von Renaissance bis Gospel entworfen und mit den Worten eines bekannten Songs der Zustand unseres Lebens kurz und treffend umrissen: „Mad World“.

Fünf verschiedene Gesangs- und zwei Instrumentalensembles, geleitet von den Musiklehrkräften Lea Landoll, Timo Ducati, Bernd Söhner und Anja Smikale, sorgten beim dritten Auftritt des HGE auf der Gartenschau für abwechslungsreiche musikalische Erlebnisse, die die Zuhörerinnen und Zuhörer mal zum Mitklatschen animierten, mal zum Träumen brachten. Wie viel Spaß die Musizierenden dabei hatten, endlich wieder auf einer großen Bühne zu stehen, merkte man allen Ensembles an: Ob Unterstufenchor, Großer Chor, Kammerchor, Alumnichor oder Lehrerchor; ob Big Band oder das Ensemble „Jazzburned“ – alle strahlten eine Freude an ihrer Musik aus, die auch auf das Publikum übersprang.

Dass die Musik für den Zusammenhalt an der Schule eine zentrale Rolle spielt, zeigte sich nicht nur daran, dass wieder zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler an nach Eppingen zurückgekehrt waren, um im Alumnichor zu singen. Auch viele Abiturientinnen und Abiturienten, deren mündliche Abiturprüfungen am nächsten Tag anstanden, ließen es sich nicht nehmen, mit ihren Ensembles aufzutreten. Schulleiter Ulrich Müller dankte am Ende allen Mitwirkenden für ein gelungenes Konzert, dessen Vorbereitung in Zeiten von Coronabeschränkungen extrem erschwert war. Auch das Publikum belohnte die jungen Musikerinnen und Musiker mit viel Applaus. Nach dem konzertanten Teil der Veranstaltung blieben viele noch länger, um den entspannten Jazz-Klängen von „Jazzburned“ zu lauschen und mit einem Getränk und Gesprächen den Abend in Lounge-Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Text: Ines Leitz

Humorvolle Mordermittlungen mit der Mittelstufen-Theater-AG

Alle Schauspieler auf der Bühne

Eine Polizistin versammelt sechs Verdächtige in einem alten Herrenhaus, um sie zu einem Mordfall zu befragen. Dass es da bald nicht bei diesem einen Mord bleiben wird, dürfte schon allein der Titel des Theaterstücks verraten, das die Mittelstufentheater-AG des Hartmanni-Gymnasiums am Mittwoch, dem 22. Juni, auf die Bühne brachte: „7,6 Morde/h“ hieß die rasante Kriminalkomödie, die das in der Aula der Schule versammelte Publikum mit viel Spannung, zahlreichen unerwarteten Wendungen und einer gehörigen Prise Humor begeisterte.

Bei dieser ersten Theateraufführung am HGE nach dreijähriger Bühnenpause merkte man den jungen Darstellerinnen und Darstellern aus den Klassenstufen 7 und 8 deutlich an, wie viel Spaß sie daran hatten, endlich wieder vor einem Publikum zu spielen und Applaus und Lacher zu ernten. Jolanda Schessler stellte überzeugend die zwei Gesichter der augenscheinlich zurückhaltenden Detective Wallabe dar, die sich später jedoch als eiskalte Verbrecherin entpuppt. Josephine Gorzelak und Matilda Sawall dagegen spielten zwei herrlich nervige Krimi-Influencerinnen, die so überzeugt von ihrer eigenen Großartigkeit und ihren online erworbenen Kriminal-Kenntnissen sind, dass sie am liebsten selbst die Ermittlungen an sich reißen würden. Für viele Lacher sorgte auch Malte Löffler als stotternder, von Phobien geplagter Versicherungsvertreter, der am liebsten jede Eventualität im Leben versichern würde und den die aufreibenden Mordermittlungen unglaublich nervös machen - ganz im Gegensatz zu der von Karolin Pletsch dargestellten coolen Rockerin, die Probleme auch gerne mal mit Gewalt löst. Eine ordentliche Portion Drama brachte schließlich Catharina Ochs als abgehalfterte Hollywood-Diva „Baroness“ ins Spiel, die sich von ihrem ergebenen Butler James (Lukas Knoche) jeden Wunsch von den Augen ablesen lässt. Die beiden funktionierten wunderbar als Comedy-Duo. Vor allem ihre an „Romeo und Julia“ angelehnte, übertrieben dramatische Sterbeszene, bei der sich immer wieder abwechselnd einer von beiden als doch nicht tot herausstellt, sorgte für großes Gelächter im Publikum.

Dass das Theaterstück überhaupt auf die Bühne gebracht werden konnte, grenzt angesichts der Bedingungen in diesem Schuljahr fast an ein Wunder. Durch Kohortenregelungen, Corona-Erkrankungen und Quarantänen wurde die Probenarbeit immer wieder eingeschränkt und behindert. Die AG-Leiterinnen Gitta Geising und Laureen van Gee konnten nur selten mit dem gesamten Ensemble proben und die Jugendlichen mussten ihre Szenen oft ohne ihr Gegenüber einüben. Darauf, dass trotz dieser widrigen Umstände ein so unterhaltsames und toll gespieltes Stück zustande kam, dürfen alle Beteiligten zurecht stolz sein. Das Publikum honorierte dies am Ende mit einem großen Applaus.

Text: Ines Leitz

Nachruf Alfred Kolbeck

Alfred Kolbeck

Am 30. Mai 2022 verstarb der ehemalige Schulleiter des heutigen Hartmanni-Gymnasiums Eppingen, Alfred Kolbeck, im Alter von 83 Jahren. Er war ab 1974 stellvertretender Schulleiter des damaligen „Gymnasiums Eppingen“ und leitete die Schule ab 1990 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2002.

In Kolbecks Ära fiel die Vorplanung des neuen naturwissenschaftlichen Trakts. Das 1972 errichtete Schulgebäude war zu diesem Zeitpunkt bereits in die Jahre gekommen. Daher begann Kolbeck, mit dem Schulträger Gespräche über eine Erweiterung des Schulgebäudes zu führen, welche schließlich 2006 vollendet wurde.

Verwaltungserfahrung, insbesondere im finanziellen Bereich, sammelte Kolbeck im Rahmen seiner Tätigkeit als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Gundelsheim. Diese Erfahrung kam ihm auch als Schulleiter zugute. „Akkurat, aber zurückhaltend, mit sicherer Kenntnis der Verwaltungsabläufe und ausgewogen urteilend übte er sein Amt aus“, war 2002 anlässlich Kolbecks Pensionierung in der Heilbronner Stimme zu lesen. Sein Amtsnachfolger Uwe Wittwer-Gärttner bezeichnete Kolbeck damals als einen „im besten Sinne vorbildlichen Beamten“. Kolbeck war es wichtig, möglichst viel von der anfallenden Verwaltungsarbeit auf seine eigenen Schultern zu nehmen, um das Kollegium zu entlasten, damit Lehrerinnen und Lehrer sich auf die Kernaufgabe des Unterrichtens konzentrieren konnten.

Sein privates Hobby war die Aufarbeitung der Stadtgeschichte im Archiv Gundelsheim. Er verfasste auch selbst Theaterszenen, die diese Stadtgeschichte einem interessierten Publikum zugänglich machten. Theater war seine Leidenschaft und so förderte er auch die Theaterarbeit und andere außerunterrichtliche Darbietungen an seiner Schule, auf die er immer besonders stolz war.

Das Kollegium schätzte an Kolbeck überdies seine menschliche Wärme und die Gleichbehandlung aller, ebenso seine Gelassenheit und seinen trockenen Humor. Viele ältere Kolleginnen und Kollegen sowie Ehemalige erinnern sich gern an die Zeit mit ihm zurück.

Text: Ines Leitz

… unser Tonberg im „Paradiesgärtlein“ ist fast fertig!

Der Tonberg auf dem Gartenschaugelände

Die Eröffnung am Donnerstag um 11 Uhr kann beginnen und dann schauen wir mal, was alles daraus entstehen kann. Wir freuen uns auf viele teilnehmende Schüler und Besucher. Das Projekt „Paradiesgärtlein - Ton & Ton“ wird eine spannende Herausforderung: 10 Tonnen Ton werden unter freiem Himmel präsentiert, um auf Einladung des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen, über einen längeren Zeitraum von Besucher*innen der Gartenschau bearbeitet zu werden.

Eppingens Schüler*innen und das Publikum werden zu „Machern". Das Arbeiten und formen mit Ton kann durchaus Spaß machen, was hier auf den Bildern deutlich zu sehen ist.

Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Klassen und Kurse!! Es wird und ist ein gelungener Beitrag des Hartmann Gymnasiums an die Gartenschau Eppingen. Die vorbeiziehenden Besucher haben durchweg neugierig und positiv auf das Konzept reagiert.

„Chemie – die stimmt!“

Herr Müller und Frau Steeb überreichen Jonas Pisot die Urkunde.

"Chemie - die stimmt!" - So lautet der Titel des Chemie-Wettbewerbs, der jedes Jahr deutschlandweit ausgetragen wird und sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 richtet, die sich über den Unterricht hinaus mit dem Thema Chemie beschäftigen wollen. Bei Jonas Pisot, Schüler der 9c des Hartmanni-Gymnasiums, stimmte die Chemie dieses Jahr besonders gut, denn er schaffte es unter die 20 Besten im Land Baden-Württemberg.

Hierzu musste er zunächst in der ersten Runde, der Hausaufgabenrunde, anspruchsvolle Aufgaben zum Knobeln und Recherchieren selbstständig zuhause lösen. Jonas schnitt in dieser Runde so gut ab, dass er, von insgesamt rund 250 Teilnehmenden der Klassenstufe 9, unter die dreißig Besten in ganz Baden-Württemberg kam und sich somit für die zweite Wettbewerbsrunde qualifizieren konnte.

Diese Runde, bei der eine Klausur bearbeitet wird, wird normalerweise an einer Universität veranstaltet, musste aber dieses Jahr aufgrund von Corona-Beschränkungen an der eigenen Schule stattfinden. Hier reichte es leider nicht ganz für die dritte Runde. Jonas erreichte Platz 19 und kann somit stolz darauf sein, zu den besten Chemie-Schülerinnen und –Schülern des Landes zu gehören. Das Hartmanni-Gymnasium gratuliert zu diesem großartigen Erfolg!

20 Jugendliche aus Bemmel zu Besuch in Eppingen

Alle Teilnehmer auf der Eppinger Gartenschau

Nach über zwei Jahren Pause sind Schüleraustausche nun endlich wieder möglich. Deshalb nutzte das Hartmanni-Gymnasium direkt die Gelegenheit und ließ in der Woche vor den Pfingstferien die Partnerschaft mit der niederländischen Schule OBC Bemmel wieder aufleben. 20 niederländische Schülerinnen und Schüler waren vom 29. Mai bis zum 3. Juni bei Jugendlichen aus der neunten und zehnten Klasse des HGE und ihren Familien zu Gast.

In der Austauschwoche nahmen die deutschen und niederländischen Schülerinnen und Schüler bei bestem Wetter an einem vielfältigen Programm teil. Am ersten Tag durften die Gäste zunächst in den Unterricht am Hartmanni-Gymnasium hineinschnuppern. Schulleiter Ulrich Müller begrüßte die Gastschülerinnen und -schüler, die von ihren Lehrerinnen Stefanie van der Kracht und Sabine Entingh begleitet wurden. Daraufhin lernte die Gruppe in einem Workshop, wie ähnlich sich die deutsche und niederländische Sprache sind, und gestaltete als Andenken an den Austausch mit Textilfarben eine Stofftasche.

Das weitere Programm führte die Gruppe außerdem nach Heidelberg, um das Schloss zu besichtigen, zum Weinsberger Kletterpark, zum Adventure Golf in Kürnbach und natürlich auf die Eppinger Gartenschau, von der sich die niederländischen Gäste sehr angetan zeigten. Am letzten Abend wurde schließlich auf dem Eppinger Kolpinggelände gegrillt und eine Abschiedsparty gefeiert. Durch die vielen gemeinsamen Aktivitäten wuchs die Gruppe schnell zusammen, sodass der Abschied am Ende der Woche einigen sehr schwerfiel. Erste Pläne für ein Wiedersehen in den Sommerferien wurden bereits geschmiedet.

Alle Teilnehmer vor dem Schloss in Heidelberg Alle Teilnehmer vor dem Kletterpark in Weinsberg Text: Ines Leitz

Europa wichtiger denn je

Herr Müller eröffnet den Europatag am HGE.

EU-Schulprojekttag am Hartmanni-Gymnasium mit OB Holaschke und Gemeindetagspräsident Jäger mit kurzweiligem Ratespaß, tiefgründigen Diskussionen und Leckereien aus verschiedenen europäischen Ländern

Hoher Besuch am HGE: anlässlich des diesjährigen EU-Schulprojekttags weilte der Gemeindetagspräsident von Baden-Württemberg, Steffen Jäger, in Eppingen. Ziel dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung ist es, junge Menschen für die Bedeutung der Zusammenarbeit in der Europäischen Union zu sensibilisieren. Als Zusammenschluss von mittlerweile noch 27 Staaten, ist die Europäische Union ein weltweit einzigartiges politisches Projekt, das nationale Grenzen überwinden will. Dabei geht es nicht reibungslos zu, es läuft bei weitem nicht alles rund. Aber die EU ist ein Projekt, das auf friedlicher Partnerschaft und gemeinsamen, demokratischen Werten beruht. Umso mehr lohnt sich gerade in Zeiten des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, die kritische Auseinandersetzung mit der EU.

Zu diesem Zweck kam der oberste Interessenvertreter der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Holaschke am 23.05.2022 ans Hartmanni-Gymnasium, um sich mit Schüler:innen der Schule zum Thema auszutauschen. Unsere Gäste erwartete ein ca. 2½-stündiges Programm, das von der Politik-AG vorbereitet und moderiert wurde.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Ulrich Müller stellen die beiden Kommunalpolitiker sich einem Europa-Quiz, bei dem sie in einem Wettstreit mit Teams aus den Klassen 6c und der 6e antraten. Es entwickelte sich ein spannender und kurzweiliger Wettstreit, bei dem die Sechstklässler zeigen konnten, dass sie im Unterricht gut aufgepasst haben und unsere Gäste, dass sie im Laufe ihrer Tätigkeit genauso viel über Europa gelernt haben. (Vielleicht komisch für die Politiker?)

Tatsächlich kam es zu einem Gleichstand aller vier Teams nach Abschluss der Fragerunde. Eine spontane Entscheidungsfrage von Geographie-Lehrerin Karin Nykiel, die zuvor mit Witz und Charme das Quiz moderiert hatte, brachte die Entscheidung zugunsten der 6c.

Ein vielbejubeltes Ergebnis, mit dem auch unsere Gäste aus der Politik gut leben konnten, schließlich hatten sie sich zuvor von der hohen Sachkenntnis der HGE-Schülerteams überzeugt. Im weiteren Verlauf wussten aber auch Herr Jäger und Herr Holaschke mit ihren Aussagen zur Zukunft der europäischen Union zu überzeugen. Mittlerweile hatte das Publikum gewechselt, zu Gast waren nun Schüler:innen aus mehreren zehnten Klassen. Sie waren Zuschauer einer Podiumsdiskussion, bei der sich die Politiker Fragen zur EU stellten. Die Moderation wurde von Schüler:innen Politik-AG unter Leitung von Christine Ott und Holger Freudenberger übernommen.

Und es waren ernste und kritische Fragen, die von Alina Balschbach, Emily Dubac und Jonas Gantner vorgebracht wurden: Wie können Kommunen sich europäisch beteiligen? Warum wurden die syrischen Flüchtlinge 2015 anders wahr- und aufgenommen als die ukrainischen Flüchtlinge in diesem Jahr? Was kann gegen undemokratische Bewegungen in Europa unternommen werden? Von fachmännischen Einschätzungen und Berichten, bis hin zu ganz persönlichen politischen Meinungen, die vielleicht auch über den eigenen Aufgabenbereich hinausragen, zeigten unsere Gäste, dass sie eine ehrliche und persönliche Sicht auf die EU zum Ausdruck bringen wollten. Dabei sehen beide Gäste nicht alles positiv, auch sind sie bei weitem nicht mit allem einverstanden, was „aus Brüssel kommt“. Trotzdem vermittelte Herr Jäger und Herr Holaschke ein positives Bild vom politischen Europa, das auch mal über Probleme im Einzelfall hinwegsehen lässt. „Europa ist wichtiger denn je und sollte uns allen am Herzen liegen“, auf diesen Nenner kann man die teils kontroversen Beiträge bringen. Und ein Aspekt wurde von allen Seiten betont: die EU ist ein erfolgreiches Friedensprojekt.

Eine vierzigminütige ernste und engagierte Diskussion macht hungrig und so war es höchste Zeit, dass das Buffet eröffnet wurde. Die Politiker ordneten erfolgreich Fähnchen den Spezialitäten aus Europa zu, die von den Zehntklässlern und der Politik-AG zubereitet wurden. Bestens versorgt war nun Zeit für persönliche Gespräche, in denen sich unsere Gäste aus der Politik erfreut über die gute und aufwendige Vorbereitung und das hohe Niveau der Diskussion zeigten. So erhielt der Vormittag, an dem am HGE ein wichtiges Thema der politischen Bildung im Mittelpunkt stand, einen würdigen Abschluss.

Aus der Schulgeschichte: 1822 – 1872 – 1972

Das Hartmanni-Gymnasium Eppingen kann seine Existenz dank einer Urkunde aus dem Jahre 1421 zu einer spätmittelalterlichen Lateinschule zurückverfolgen. 2021 war damit ein großes Jubiläumsjahr für unsere Schule. Aber auch in diesem Jahr gibt es einigen Anlass dazu, einen Blick in die Schulgeschichte zu werfen.

In der über 600-jährigen Geschichte unserer Schule gab es längere und kürzere Phasen, in denen der Betrieb bzw. der Bestand dieser Institution komplett aufgehoben war: Die längere Phase reichte von der Besetzung Eppingens durch die Truppen katholischer Mächte im Dreißigjährigen Krieg (1618-48) bis zur Wiedererrichtung der Lateinschule 1726, die kürzere setzte 1810 während der Napoleonischen Kriege ein. Bereits 1822, also vor 200 Jahren, wurde die Lateinschule von Eppingen jedoch wiedereröffnet – und das lokale höhere Schulwesen ist seither nahezu ununterbrochen in Betrieb gewesen. Eine Voraussetzung der Neugründung war die badische Kirchenunion vom Oktober 1821, bei der sich die lutherischen und reformierten (calvinistischen) Kirchen zur Evangelisch-Protestantischen Kirche in Baden vereinigten. Erster neuer Rektor der Lateinschule wurde ein Geistlicher mit lutherischem Hintergrund, Philipp Heinrich Rupp, was im bislang vornehmlich reformiert geprägten Eppingen vor der Kirchenunion nicht möglich gewesen wäre. Ab 1843 lautete der Name der bisherigen Lateinschule Höhere Bürgerschule Eppingen.

Le Pique, Statistik der evangelisch protestantischen Kirchen und Schulen
(Bildquelle: C. D. Le Pique, Statistik der evangelisch protestantischen Kirchen und Schulen im Großherzogtum Baden, Heidelberg 1824.)

Aus der Zeit der Höheren Bürgerschule stammt das älteste erhaltene Klassenfoto unserer Schulgeschichte. Es wurde im Jahre 1872 aufgenommen und zeigt die damalige Quinta, also nach heutiger Rechnung 6. Klasse, mit dem Schulleiter Pfarrer Philipp Keller mit zwei Kollegen. Wie vielleicht beim ersten Blick auffällt, sind alle Personen auf dem Foto männlichen Geschlechts: Mädchen durften die Höhere Bürgerschule Eppingen erst ab dem Schuljahr 1884/85 besuchen, die erste Lehrerin kam zwei Jahre später hinzu und war auch nur für das Fach „weibliche Handarbeiten“ zuständig. Die Anstalt war 1872 übrigens erst seit knapp drei Jahren im Schulhaus in der Kaiserstraße 2 untergebracht – heute ein Teil der Grundschule im Rot.

Das älteste erhaltene Klassenfoto unserer Schulgeschichte.
(Bildquelle: Schularchiv Hartmanni-Gymnasium Eppingen)

Mit steigenden Schülerzahlen, besonders nach der Aufstockung des Eppinger Progymnasiums zu einer „Vollanstalt“ 1967, erwies sich das Schulhaus im Rot bald als zu klein für ein Gymnasium mit damals ca. 600 Schüler/innen. So wurde 1970 der Grundstein gelegt für ein neues Schulgebäude auf dem Bildungshügel in der Eppinger Südstadt. Vor genau 50 Jahren, zu Pfingsten 1972, konnte das Gymnasium offiziell in sein neues Zuhause in der Adolf-Vielhauer-Str. 13 umziehen. Beim Umzug mussten die Schüler/innen übrigens selbst mit anpacken, als Bücher und andere Lehrgegenstände von einem Ende der Stadt zum anderen zu schleppen waren… Das untenstehende Schwarzweißfoto lässt sich dank des zeittypischen Kleidungsstils unschwer im Jahre 1972 verorten.

Das HGE 1972.
(Bildquelle: Heilbronner Stimme)
Buchcover

Weitere Infos zur Schulgeschichte finden Sie hier

Noch mehr Bilder und Erzählungen aus 600 Jahren Schulgeschichte finden Sie in der Schulchronik zum Jubiläumsjahr, Zwischen bürgerlicher Kulturbeflissenheit und zäher Bauernart. 600 Jahre Lateinschule und Gymnasium Eppingen (1421-2021), 2021 bei den Heimatfreunden Eppingen e.V. erschienen. Das Buch gibt es für 19,- EUR direkt bei den Heimatfreunden (z.B. während der Gartenschau im Stadtpavillon), im lokalen Buchhandel oder per Bestellung unter der ISBN 978-3-930172-32-0.

Text: Alan Götz

Nachhaltigkeitstag am Hartmanni-Gymnasium

Vollversammlung in der Aula

Nachhaltigkeit ist am Hartmanni-Gymnasium Eppingen schon seit Jahren das Thema Nummer eins. Deshalb wurde diesem Thema am Mittwoch, dem 25.5., ein ganzer „Nachhaltigkeitstag“ gewidmet, an dem die Schülerinnen und Schüler ihr Bewusstsein für ein Leben in Einklang mit der Umwelt schärfen konnten - inklusive eines Vortrags eines berühmten Meeresbiologen.

Der Tag startete mit einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Klaus Holaschke und Schulleiter Ulrich Müller. Müller dankte den engagierten Kolleginnen und Kollegen, allen voran Claudia Böhm und Georg Kirchgeßner, die sich der Sache verschrieben haben und dafür sorgen, dass das Projekt keine Eintagsfliege bleibt, sondern nachhaltig in die Schulgemeinschaft wirkt. Danach konnten sich die Klassen zunächst in verschiedenen Stationen zu Themen wie Ernährung, Bekleidung, Mobilität, Recycling, Wasser oder CO2 im Mittelpunkt. Anhand von anschaulichen Materialien erläuterten Schülerinnen und Schüler der Nachhaltigkeits-AG und der Jahrgangsstufe 1 beispielsweise, wie problematisch unser hoher Konsum von Kleidungsstücken ist oder was für einen großen Unterschied es für den CO2-Ausstoß macht, ob man mit dem Auto oder der Bahn nach Heilbronn fährt.

Im Anschluss an den Rundlauf durch die Stationen folgte ein Vortrag des berühmten Meeresbiologen und Klimaaktivisten Robert Marc Lehmann, den viele der Kinder und Jugendlichen bereits von YouTube kannten und dementsprechend begeistert empfingen. Er erzählte, unterstützt von beeindruckenden Bildern und Videos, unter anderem von seinen spannenden Tauchexpeditionen, einer Walrettung und hautnahen Begegnungen mit Elefanten und Nashörnern. Dabei machte er auch immer wieder auf drastische und eingängige Weise klar, wie sehr unser Lebensstil diese wunderschöne Tierwelt gefährdet: Unser enormer Verbrauch an Plastik sorgt dafür, dass Meeresschildkröten und Vögel sterben, die dieses Plastik fressen oder sich darin verfangen. Die Fischstäbchen auf unseren Tellern tragen dazu bei, dass Haie und andere Meeresbewohner sterben müssen. Die Schüler und Schülerinnen lauschten gebannt.

Anschließend trafen sich alle nochmals im Klassenverband, um die neu gewonnenen Erkenntnisse kreativ umzusetzen: Es sollte ein Nachhaltigkeitskalender entstehen, bei dem jede Klasse ein Kalenderblatt gestaltet. Außerdem sollte sich jede Klasse eine Challenge stellen, beispielsweise eine Woche lang vegetarisch zu leben oder keinen Plastikmüll zu produzieren. Zum Abschluss des Tages wartete auf dem Schulhof ein von Eltern organisiertes nachhaltiges Buffet mit Fingerfood aus regionalen und biologisch angebauten Zutaten.

Gefördert wurde das Großprojekt Nachhaltigkeitstag aus Mitteln des Volksbank Kraichgau Fonds – Nachhaltigkeit. Außerdem unterstützen auch die Kreissparkasse Kraichgau und die Firmen Wild und Dieffenbacher aus Eppingen das Projekt finanziell.

Text: Ines Leitz
Bilder: Alexander Berchtold

1. Preis im Förderwettbewerb „Sparda Impuls“ überreicht

Preisübergabe mit allen Teilnehmern

Im Dezember letzten Jahres hatte das Hartmanni-Gymnasium Eppingen den ersten Platz beim Förderwettbewerb „Sparda Impuls“ der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg belegt. In einer Online-Abstimmung hatte die Schule für ihr Projekt eines Nachhaltigkeitstags sowie eines Kalenders zum selben Thema mit Abstand die meisten Stimmen erhalten.

Am Dienstag, dem 24. Mai, wurde der Preis nun in Form einer Urkunde persönlich von Hartmut Hespelt, Leiter der Sparda-Bank-Filiale in Heilbronn, an Schulleiter Ulrich Müller sowie die anwesenden Lehrkräfte der Nachhaltigkeits-AG, Claudia Böhm, Georg Kirchgeßner und Sebastian Kaminski überreicht. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits mitten in den Vorbereitungen für den am nächsten Tag stattfindenden Nachhaltigkeitstag, der unter anderem aus der Gewinnsumme finanziert wurde. Schulleiter Müller bedankte sich herzlich für die Unterstützung dieses Großprojekts. Hespelt zeigte sich erfreut darüber, dass solch ein besonderes Erlebnis für die Schülerinnen und Schüler möglich gemacht werden konnte, und wünschte der gesamten Schule einen erfolgreichen und schönen Nachhaltigkeitstag.

Text & Bild: Ines Leitz

Politik AG debattierte bei Model-United-Nations-Konferenz im Stuttgarter Landtag

Schüler bei einer Sitzung

„Model-United-Nations Baden-Württemberg, kurz MUNBW, ist ein Planspiel für junge Menschen zwischen 15 und 21 Jahren, bei dem die Vereinten Nationen simuliert werden.“
-MUNBW

Sehr geehrte Schulleitung, sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Schulgemeinschaft und andere Interessierte der Zivilgesellschaft,

die Politik-AG des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen,

die Vorbereitung und Arbeit der Delegierten der Politik-AG im Landtag Baden-Württembergs auf der MUNBW Konferenz würdigend,

in Erinnerung an die vielen Erfahrungen und geknüpften Kontakte in Stuttgart,

in Erwartung auf weitere großartige MUNBW-Konferenzen in der Zukunft, durch die Politik AG des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen,

möchte von der Model-United-Nations-Konferenz vom 12. bis 16. Mai in Stuttgart berichten.

Nach langer Vorbereitung der Delegierten Pakistans (Emily Dubac, Rat der Internationalen Organisation für Migration (IOM); Jonas Gantner, Sicherheitsrat (SR); Lena Keller, Generalversammlung (GV) und Venezuelas (Alina Balschbach, IOM; Jan Wagner, Kommission für Friedenskonsolidierung (KfK) und Organisation der Lehrkräfte (Christine Ott und Holger Freudenberger) betraten die Schüler:innen (unter zusätzlicher Begleitung durch Rivka Zieher) zum ersten Mal als offizielle Delegierte von MUNBW diplomatisches Parkett. So konnten die, nun frischgebackenen, Delegierten nach langem Lockdown-Warten endlich ihre konstruktiven Reden zu den diversesten, aktuellsten, kontroversesten, aber allen voran existenziellen globalproblematischen Debatten zum Besten geben. Mit Schweiß, Blut und zu engen Schuhen brachten sich die Diplomat:innen in ihre Gremien ein. Naja, vielleicht kein Blut, aber definitiv eine Menge Schweiß. Auf diese Weise schafften sie es in ständiger Kompromissbereitschaft und mithilfe der einfachsten und wichtigsten Disziplin der Diplomatie, dem Zuhören, schnelle und gute Resolutionen zu erlassen. So wirkte die Politik-AG durch ihre Diplomat:innen an der Resolution zur Situation in Afghanistan im Sicherheitsrat, an der Resolution zu Maßnahmen zur Beschleunigung der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens in der Generalversammlung, an den Resolutionen Gesundheitsversorgung von Migrant:innen und Implementierung des UN-Migrationspakts in der IOM und an der Resolutionen zu robusten Mandaten und Krisenprävention in der KfK mit. Lange Namen und Titel für ein kurzes, knappes, gemeinsames Ziel: Die Welt ein Stück weit besser zu machen und bei Gelegenheit dabei auch noch gut im Anzug auszusehen. Denn genau das ist es worum es in MUNBW 2022 ging: Zu lernen, dass die Welt nur dann besser werden kann, wenn man selbst Teil daran hat, sie besser zu machen (und gut im Anzug auszusehen). Auch wenn es nur eine Simulation war, das Erreichte ist real. Doch das alles hätten sie wohl niemals erreicht ohne – ja richtig: die Kaffeepausen! Nein, die Rede ist natürlich von den Lehrkräften Frau Ott, Herr Freudenberger und Frau Zieher. Ihnen gilt der besondere Dank der Schüler:innen der Politik-AG!

Nach den langen, heißen Tagen im Anzug und Krawatte durfte aber auch nie die Unterhaltung fehlen. Die Konferenz war meistens durch einen freundlichen und teilweise lockeren Umgang des Vorsitzes mit dem Gremium und auch den Delegierten untereinander geprägt. So konnten sich selbst die Vorsitzenden, unter aller Ernsthaftigkeit, bei Verstoß gegen die Ordnung durch den einen oder anderen Spaß keinen Lacher verkneifen. Teil dieser Unterhaltung war natürlich auch die gebührende Abschlussfeier am Sonntagabend, an welcher die Delegierten die Krawatten und die Blazer durch schnittige Fliegen und Abendkleider tauschten. Nun konnten die Diplomat:innen nochmal gemeinsam mit den Mitdelegierten und dem Team richtig ihre Leistungen feiern. Nach einer kürzeren Nacht ging es dann am Montag zur Abschlussveranstaltung und zum Abschied mit den vielen Kontakten und Beziehungen, welche über die drei Konferenztage geknüpft wurden. Denn allen war nach drei Tagen Diskurs klar geworden, dass nur durch ein gemeinsames Miteinander die Welt verändert werden kann. So kann die Politik-AG nur noch einmal allen Beteiligten danken und der Schulgemeinschaft ans Herz legen, mit der Thematik befasst zu bleiben.

Um es mit den Worten des zweiten UN-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld und dem Lieblingszitat des MUNBW-Generalsekretärs Joshua Mayers abzuschließen: „Alles wird gut – wissen Sie wann? Wenn Menschen, einfache Menschen, aufhören die UN als eine seltsame Picasso-Abstraktion zu sehen und anfangen, sie als eine Zeichnung zu sehen, die sie selbst geschaffen haben.“

Bericht: Jonas Gantner

Chöre des Hartmanni-Gymnasiums bei Eröffnung der Gartenschau Eppingen

„Der Sommer, die Stadt und du!“ – So lautet das Motto der Gartenschau Eppingen, die am Freitag, dem 20. Mai, eröffnet wurde. Und diesem Motto machte das Wetter auch gleich am ersten Tag alle Ehre. Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad fanden die Eröffnungsfeierlichkeiten statt. Mittendrin: die Chöre des Hartmanni-Gymnasiums, die am Nachmittag auf der Dieffenbacher-Bühne für musikalische Unterhaltung der Gäste sorgten.

Eine ganze Stunde anspruchsvolles Programm füllten die fünf verschiedenen Gesangsensembles, geleitet von den Musiklehrkräften Timo Ducati, Bernd Söhner und Anja Smikale. Sowohl der Unterstufenchor als auch der Kammerchor, der große Chor und der Lehrerchor begeisterten mit mal feinen, mal kraftvollen Klängen in sommerlicher Atmosphäre und bekamen eine Menge Applaus von den Gartenschaubesuchern.

Ein besonderes Highlight war der Auftritt des erst kurze Zeit zuvor gegründeten Ehemaligenchors, welcher aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern des HGE bestand, die das Abitur längst in der Tasche haben, aber für die Gartenschau dennoch nochmals an ihren alten Schulort zurückgekehrt waren, um das HGE gesanglich zu repräsentieren.

Am Ende des Konzerts wurde es noch einmal ganz melancholisch, aber auch hoffnungsvoll. Der große Chor stimmte „Mad World“ von Tears for Fears an und trug dabei zu Beginn Schutzmasken. Im Laufe des Songs nahmen die jungen Sängerinnen und Sänger diese dann ab, sodass ihre Stimmen umso schöner zur Geltung kamen. Ein Kommentar auf die „verrückte Welt“ der Coronazeit, in der die Probenarbeit der Chöre durch Maskenpflicht, Quarantäne und Kohortenregelungen regelmäßig beeinträchtigt und erschwert wurde. Umso beeindruckender war unter diesen Bedingungen die Leistung der Gesangsensembles bei der Eröffnung der Gartenschau. Das bei großer Hitze ausharrende Publikum honorierte dies am Ende mit tosendem Applaus.

Frankreichaustausch 2022

Gruppenbild der Teilnehmer*innen

Nach zweijähriger Coronapause war es endlich wieder möglich, unsere Partnerschule in Jaunay-Marigny/Frankreich zu besuchen. 10 Schüler*innen aus der Oberstufe und aus Klasse 10 verbrachten in Begleitung von Frau Herrmann-Barabas und Frau Dr. Nürnberg die Woche vom 4.-11.4.2022 bei ihren französischen Austauschpartner*innen und deren Familien.

Alle deutschen Teilnehmer*innen waren auch diesmal sehr beeindruckt von der futuristischen Architektur des Lycée Pilote Innovant International. Innovativ ist die Pilotschule durch projektorientierten Unterricht, der mindestens 10% der Unterrichtszeit einnimmt, und durch den selbstverständlichen Umgang mit digitalen Medien. International ist die Schule, weil Schüler*innen aus dem Ausland für die Dauer von einem Jahr oder länger am Unterricht teilnehmen und auf Wunsch das französische Abitur ablegen können.

Trotz der durch Corona bedingten extrem kurzen Planungsphase wurde uns ein interessantes, ausgewogenes Programm geboten. Neben dem Besuch des Freizeitparks „Parc du Futuroscope“ mit seinen spektakulären „Kinos“ waren die Erkundung der mittelalterlichen Stadt Poitiers mit ihrer romanischen Kirche „Notre Dame la Grande“ und eine Stadtführung in La Rochelle weitere Highlights.
Auch die Teilnahme am Unterricht stieß in diesem Jahr auf besonderes Interesse, da die anstehende Präsidentschaftswahl Gegenstand des Unterrichts war und lebhafte Diskussionen auslöste. „Die französischen Schüler*innen interessieren sich sehr viel mehr für Politik als wir“, so das Credo der deutschen Teilnehmer*innen, die sich teilweise von diesem Interesse an der Wahl und den Kandidaten anstecken ließen.

Die gute Stimmung und die Freundschaften, die sich in dieser Woche anbahnten, weckten bei den Teilnehmer*innen den Wunsch, sich sehr bald wieder zu sehen.

Text: Frau Herrmann-Barabas
Bilder: Kim Richert

Osterüberraschung im Altersheim

Schülerchor mit Herrn Ducati

Über eine besondere Osterüberraschung durften sich die Bewohnerinnen und Bewohner des ASB-Altersheims in Eppingen freuen: Die Klasse 6b des Hartmanni-Gymnasiums brachte ihnen ein Ständchen dar und überreichte ihnen selbst gestaltete Osterkarten.

Osterkarten

Schon Wochen zuvor hatte die Klasse gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Gitta Geising begonnen, über 150 Osterkarten liebevoll zu gestalten. Außerdem übten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit Musiklehrer Timo Ducati einige Frühlingslieder ein. Kurz vor den Osterferien wurden die Karten dann überreicht und es fand der große Auftritt vor dem Altersheim statt. Während die Kinder auf der Wiese vor dem Altenheim sangen, schauten und hörten die Seniorinnen und Senioren von den Fenstern, Balkonen oder der Terrasse aus zu. Viele von ihnen waren so begeistert, dass sie selbst mitsangen und -klatschten. Ebenso groß war die Freude über die mitgebrachten Osterkarten.

Auch das Seniorenstift Eppingen wurde von der Klasse mit Ostergrußkarten bedacht. Der geplante Gesangsauftritt dort musste aber leider entfallen.

Text: Ines Leitz
Bilder: Gitta Geising

Spendenaktion für die Ukraine

Stolz sein? Stolz sein!

Das darf die Schülerschaft der Campusschulen von Eppingen: der Selma-Rosenfeld-Realschule, der Hellbergschule und dem Hartmanni-Gymnasium.

Spendenübergabe Die Pakete

Nachdem am Donnerstag (17.03.2022) die Schülerschaft mit einer langen Menschenkette ihrem Wunsch nach Frieden Ausdruck gegeben hat, begann sie mit einer Sammelaktion für die Menschen, die in der Ukraine unter dem Krieg leiden. Als Partner konnte die Salzl Apotheke Eppingen gewonnen werden, die für die Spendensumme Medikamente zum Einkaufspreis bereitstellte. Eine Elternsprecherin des Hartmanni-Gymnasiums stellte Verbindungen zu einem Transport her, der die Medikamente über Tschechien und Polen direkt nach Kiew bringt, wo sie an Personen übergeben werden, zu denen ein persönlicher Kontakt besteht und von denen auch eine Liste mit benötigtem medizinischem Material übermittelt wurde. So konnte sichergestellt werden, dass die Spende auch wirklich das beinhaltet, was benötigt wird und dort ankommt, wo es gebraucht wird.

Am Dienstag wurde die Spende von den Schülersprechern der drei Campusschulen überreicht: 5451 Euro konnte die Schülerschaft innerhalt von zwei Tagen sammeln!

Die Familie Salzl war so beeindruckt, dass sie jeden gespendeten Euro nochmal mit 50 Cent zusätzlich unterstütze und dann auf einen geraden Betrag von 8500 Euro aufrundete. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!

Die Lieferung ging am Dienstagabend auf den Weg. Sobald wir über die Ankunft etwas wissen, werden wir wieder berichten.

Text: Markus Binder

Eppinger Schulen setzen mit Friedenskette und Spendenaktion ein starkes Zeichen

Musik: The Inspiration - Keys of Moon

Der Krieg in der Ukraine erschüttert uns alle und beschäftigt natürlich auch die Schulgemeinschaft in Eppingen. Aus diesem Grund hatte die SMV aller Campusschulen die Idee für eine besondere Aktion, bei der alle Schülerinnen und Schüler aktiv werden und ein Zeichen für den Frieden setzen konnten: Am vergangenen Donnerstag wurde eine Friedenskette rund um die Hellbergschule, das Hartmanni-Gymnasium und die Selma-Rosenfeld-Realschule gebildet. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aller drei Schulen stellten sich dabei um 8 Uhr geschlossen in einer langen Menschenkette auf und hielten zuvor im Unterricht gestaltete Plakate und Banner mit Friedenswünschen in die Luft. Darauf zu sehen waren häufig Peace-Zeichen, Friedenstauben, Wünsche wie „No war“, „Pray for Ukraine“ oder die Farben der ukrainischen Flagge. Mit Kameras und Drohnenaufnahmen wurde diese eindrucksvolle Demonstration für ein friedliches Miteinander festgehalten.

Schüler mit Plakaten Schüler mit Plakaten Schüler mit Plakaten Schüler mit Plakaten

Außerdem wurden über die Woche hinweg in den Klassen Spenden für die Ukraine gesammelt. Dabei kam insgesamt bereits ein Betrag von 5300€ zusammen. In Kooperation mit der Eppinger Apotheke Salzl wird dieses Geld in Medikamente und weitere medizinische Güter investiert, welche anschließend in die Ukraine transportiert werden.

Text: Ines Leitz
Bilder: Alexander Berchtold

Landeswettbewerb Alte Sprachen 2022: Erste Preise unserer Schüler in der 1. Runde

Die Gewinner des Wettbewerbs auf dem Schulhof

Auch dieses Jahr führen vier Schüler unserer Schule die schöne, langjährige Tradition der Teilnahme am Landeswettbewerb Alte Sprachen fort:

Jonas Gantner arbeitete zum Thema ,,Das gefährdete Staatsschiff“ und präsentierte in einer hervorragenden Prüfung an der Schule seine Ergebnisse.

Micha Bokelmann, Juliane Fassl und Leonie Henrich haben in der 1. Runde ihre Wettbewerbsarbeiten zum Thema ,,Die Bedeutung des Socrates“ eingereicht und sind dafür jeweils mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden. Sie dürfen in die zweite Runde einziehen.

Für die Klausur der zweiten Runde wünschen wir den Teilnehmern alles Gute: Bene eveniat!

Wir beglückwünschen unsere Lateiner für ihre außergewöhnlichen Leistungen und sind stolz darauf, dass sie sich über das schulische Maß hinaus mit viel Energie und Einsatzbereitschaft in höchst anspruchsvolle Themen eingearbeitet haben.

(Text und Bild: S. Popst)

Zahlreiche Preise für HGE-Schüler*innen beim Wettbewerb „Informatik-Biber“

-	Die beim „Informatik-Biber“ erfolgreichen Schüler*innen des HGE mit Schulleiter Ulrich Müller (l.) Informatik-Lehrer Benjamin Weber (r.).

Logisches Denken und Lust am Knobeln waren auch dieses Schuljahr wieder beim Wettbewerb „Informatik-Biber“ gefragt. Zahlreiche Schüler*innen des Hartmanni-Gymnasiums stellten dabei erfolgreich ihr Können unter Beweis und lösten selbst die kniffeligsten Aufgaben. Von insgesamt 408 Teilnehmenden an der Schule errangen schlussendlich elf einen ersten Preis und fünf einen zweiten Preis. Die Erstplatzierten erhielten für ihre großartigen Leistungen einen Rucksack, die starken Zweitplatzierten gewannen einen Kugelschreiber.

Der "Informatik-Biber" findet seit 2006 statt. Er ist eine Initiative der Gesellschaft für Informatik, des Fraunhofer-Verbunds IuK-Technologie und des Max-Planck-Instituts für Informatik und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Text: Ines Leitz
Bild: Alexander Berchtold

Lina Ungerer ist die beste Vorleserin des HGE

Alle Teilnehmer am Vorlesewettbewerb Lina Ungerer mit Buch und Urkunde

Am Mittwoch, dem 8. Dezember, war es wieder soweit: Der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs am Hartmanni-Gymnasium Eppingen stand an. Leider musste dieser schon zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen, also ohne zuhörende und unterstützende Klassenkamerad:innen, stattfinden. Es nahmen jeweils zwei Klassenbeste aus den 6. Klassen teil: Ann-Christin Frasl und Lina Ungerer repräsentierten die Klasse 6a, während die 6b von Anastasia Pierce und Nele Hafner vertreten wurden. Für die 6c gingen Melina Münch und Fabian Pissarczyk an den Start. Darleen Uhler und Laura Bender vertraten die 6d und für die 6e schließlich traten Luis Aust und Fabian Herrmann an.

Vor einer Jury aus Deutschlehrer:innen lasen alle zehn Teilnehmer:innen zunächst einen Text aus einem selbst gewählten Buch vor. Nach einer kurzen Beratung der Jury rückte dann die Hälfte der Schüler:innen in die zweite Runde vor, wo eine unbekannte Textstelle aus dem Roman „Der weiße Wolf“ von Käthe Recheis vorgelesen werden musste.

Nach vielen tollen Textvorträgen fiel der Jury die Entscheidung ziemlich schwer. Am Ende wurde jedoch Lina Ungerer zur besten Vorleserin des HGE gekürt. Sie überzeugte beim Vortrag ihrer Lesestelle aus dem Roman „Fox Runner“ von Ali Sparkes besonders durch sehr flüssiges und sinnerfassendes Lesen, passende Betonungen und eine angenehme Lesestimme. Auch den Fremdtext trug Lina überzeugend vor und ließ sich dabei auch nicht durch ein kurzes Verhaspeln zu Beginn aus der Ruhe bringen. Dies beeindruckte die Jury besonders.

Lina wird nun das Hartmanni-Gymnasium beim Kreisentscheid im Frühjahr 2022 vertreten. Wir wünschen ihr schon jetzt viel Erfolg!

Text: Ines Leitz
Bilder: Friso Neumann

HGE gewinnt Förderwettbewerb „Sparda Impuls“

Alle Teilnehmer der Nachhaltigkeits-AG

Das Hartmanni-Gymnasium hat beim Förderwettbewerb „Sparda Impuls“ der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg den ersten Platz belegt und erhält damit Fördermittel in der Höhe von 4.000€ für Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit.

An dem Wettbewerb nahmen über 250 Schulen aus ganz Baden-Württemberg teil, die sich mit Projektideen aus den Themengebieten „Umwelt, Natur, Klima“, „Soziales“ oder „Beruf und Wirtschaft“ bewerben konnten. Das HGE bewarb sich mit der Idee eines Nachhaltigkeitskalenders mit wöchentlichen Challenges, Projekten und Rezepten sowie eines großen Nachhaltigkeitstags für Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern.

Vom 8. November bis 2. Dezember konnte online für die Projekte der verschiedenen Bewerberschulen abgestimmt werden. Je mehr Stimmen eine Schule erhielt, desto mehr Fördergeld würde ausbezahlt werden. Das Hartmanni-Gymnasium tummelte sich in den ersten Wochen des Abstimmungszeitraums zunächst unter ferner liefen, doch durch Aufrufe zur Abstimmung durch die Nachhaltigkeits-AG auf der Webseite der Schule und in Lautsprecherdurchsagen wurden mit der Zeit immer mehr Schüler:innen auf den Wettbewerb aufmerksam, stimmten selbst ab und motivierten auch Familie und Freunde dazu, mitzumachen. Am Tag vor Ende der Abstimmung lag das HGE auf Platz 7, doch nun war der Ehrgeiz der Schulgemeinschaft endgültig geweckt: Alle wollten sich mit nichts Geringerem als Platz 1 zufriedengeben. In der Aula wurde eine Abstimmstation aufgebaut, an der Schüler:innen unter Anleitung ihre Stimme abgeben durften, Schüler:innen und Lehrer:innen schrieben in den Pausen nochmals allen Bekannten und Verwandten Nachrichten mit der Bitte um Abstimmung. Und das HGE kletterte immer weiter nach oben, begleitet von Jubel bei jedem weiteren Platz, den die Schule im Ranking gutmachte.

Nicht nur für das Nachhaltigkeitsprojekt am HGE ist der erste Platz bei diesem Förderwettbewerb ein riesiger Erfolg, sondern auch für die gesamte Schulgemeinschaft, die in der schweren Corona-Zeit die Erfahrung machen durfte, was alles möglich ist, wenn man zusammenhält und an einem Strang zieht.

Text: Ines Leitz
Bild: Die Nachhaltigkeits-AG des Hartmanni-Gymnasiums

Buchpräsentation: 600 Jahre Lateinschule und Gymnasium Eppingen (1421-2021)

Buchcover

Nach gut zehn Jahren Vorarbeit wurde am Freitag, den 12.11., in der Aula des HGE der von den Schülerinnen und Schüler der Schulchronik-AG verfasste Sammelband Zwischen bürgerlicher Kulturbeflissenheit und zäher Bauernart. 600 Jahre Lateinschule und Gymnasium Eppingen (1421-2021) der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Publikation stellt die Geschichte des höheren Schulwesens in Eppingen dar, von der spätmittelalterlichen Lateinschule über die Höhere Bürgerschule des 19. Jahrhunderts bis zum heutigen Hartmanni-Gymnasium.

Herausgegeben wird das Buch im Jubiläumsjahr von den Heimatfreunden Eppingen e.V., deren Vorsitzender Reinhard Ihle die Veranstaltung – die von JazzBurned, der von Bernd Söhner geleiteten schuleigenen Jazzcombo musikalisch begleitet wurde –mit einem Grußwort eröffnete. Im Anschluss begrüßten Oberbürgermeister Klaus Holaschke – selbst ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums – und Schulleiter Ulrich Müller ihrerseits die ca. 60 anwesenden Gäste. Unter diesen befanden sich zahlreiche weitere ehemalige Schülerinnen und Schüler, von denen die einen die Anstalt bereits in den späten 1940er Jahren besucht und die anderen gerade erst in diesem Jahr ihr Abitur gemacht hatten. Stellvertretend für die Autorinnen und Autoren stellte Alan Götz, neben Dr. Mika Job einer der beiden AG-Leiter, den Inhalt des Buches vor.

Anschließend bat Reinhard Ihle Oberbürgermeister Holaschke und Oberstudiendirektor Müller nochmals auf die Bühne, um ihnen als Ersten jeweils ein Exemplar des Buchs feierlich zu überreichen. Ebenfalls auf der Bühne durch Überreichung eines Buchexemplars geehrt wurden die anwesenden Autorinnen und Autoren, die AG-Leiter sowie weitere zentrale Unterstützerinnen und Unterstützer des Buchprojekts wie Stadtarchivarin Petra Binder und das für das Layout verantwortliche Vereinsmitglied Erich Schleusener. Der Freundeskreis des Gymnasiums Eppingen, der genau wie die Stadt Eppingen das Buchprojekt finanziell unterstützt hat, war durch Bernd Albrecht vertreten. Vincenzo Luongo von der Kreissparkasse Heilbronn, als Kassenwart der Heimatfreunde erwiesenermaßen der Erforschung der Eppinger Lokalgeschichte verbunden, überreichte anschließend der Schulchronik-AG in Anerkennung für ihre Arbeit eine Spende von 500,- Euro. Zum Abschluss wurde noch weiteren Personen im Saal, die das Projekt auf verschiedenste Weise unterstützt hatten, mit einem Exemplar des frisch erschienen Buchs gedankt, bevor der Verkauf offiziell eröffnet wurde.

Für diejenigen, die bei dieser Gelegenheit noch nicht zuschlagen konnten: Das Buch ist direkt bei den Heimatfreunden Eppingen, im lokalen Buchhandel oder per Bestellung unter der ISBN 978-3-930172-32-0 erhältlich.

136 Fünftklässler am HGE begrüßt

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Am Dienstag, dem 14. September, wurden 136 neue Fünftklässlerinnen und Fünftklässler am Hartmanni-Gymnasium Eppingen begrüßt. Schulleiter Ulrich Müller hieß die Kinder und ihre Eltern bei sonnigem Wetter im Rahmen einer kurzen Begrüßungsfeier auf dem Schulhof willkommen. Danach durften die neuen Schülerinnen und Schüler ihre Klassenlehrkräfte kennenlernen. Dieses Schuljahr werden die fünf Eingangsklassen von Susanne Ruff, Marlene Pesch, Sebastian Krämer, Sebastian Mayer und Ines Leitz geleitet.

Auch im Kollegium gab es zum Beginn des Schuljahres 2021/22 einige Neuzugänge. Christina Basse (Deutsch / Englisch) und Daniel Rehmel (Chemie / Biologie) haben ihr Referendariat am HGE erfolgreich absolviert und sind nun fester Bestandteil des Kollegiums. Aus Elternzeit bzw. Sabbatjahr zurückgekehrt sind Noémie Boulot-Schwab (Französisch / Englisch), Mareike Naumann-Hutzler (Deutsch / Latein) und Uta Kay (Deutsch / Gemeinschaftskunde). Außerdem verstärken ab diesem Schuljahr Lea Landoll (Musik / Mathematik), Marlene Pesch (Deutsch / Englisch), Rebecca Rauschopf (Deutsch / evangelische Religion) und Rivka Zieher (Bildende Kunst) das Kollegium.

Ein Paradies für Insekten

Das neue Insektenhotel

Das Thema Nachhaltigkeit wird am Hartmanni-Gymnasium Eppingen großgeschrieben. Nicht umsonst gewann die Schule dank vieler toller Ideen für Nachhaltigkeitsprojekte letzten Winter den Wettbewerb "Vordenken statt nachmachen - Wege in die Nachhaltigkeit an Schulen" der Volksbank Kraichgau. Eines dieser Projekte ist nun im Schulgarten zu sehen: ein riesiges Insektenhotel.

Die Idee für das Insektenhotel kam von Schülerinnen und Schülern der Schulgarten-AG, welche den Schulgarten nachhaltiger gestalten und so ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten wollten. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Kerstin Max-Bach und Sebastian Kaminski, welche die Arbeitsgemeinschaft leiten, planten die Schülerinnen und Schüler das Insektenhotel so, dass es genau in der Einflugschneise der Insekten liegt und möglichst viele kleine Gäste anzieht. Das Füllmaterial bietet Bienen, Wespen, Käfern und weiteren Insekten eine Gelegenheit zum Nisten und Überwintern und leistet so einen Beitrag zum Artenschutz. Das Innenleben des Insektenhotels wurde so gestaltet, dass ein großer HGE-Schriftzug entsteht.

Doch ohne Hilfe wäre ein solch großes Projekt natürlich nicht umsetzbar gewesen. Deshalb wurde Dieter Eilers, Umweltbeauftragter des evangelischen Kirchenbezirks Kraichgau, mit ins Boot geholt, der mit seiner Expertise die Planung und den Bau des Insektenhotels tatkräftig unterstützte. Finanziell gefördert wurde das Projekt darüber hinaus aus dem Fonds Nachhaltigkeit der Volksbank Kraichgau.

Nachdem diverse Corona-Beschränkungen die Arbeit der Schulgarten-AG immer wieder erschwerten, steht das Insektenhotel nach ungefähr zwei Jahren nun endlich. Wer vorbeikommt, kann ja mal einen Blick hineinwerfen und schauen, ob bereits die ersten Gäste eingezogen sind.

Das Projekt des "Hartmanni Gymnasiums" wurde gefördert aus Mitteln des Volksbank Kraichgau Fonds - Nachhaltigkeit. Helfen auch Sie, dass solche Maßnahmen umgesetzt werden können. Informationen zum Fonds Nachhaltigkeit finden Sie unter vbkraichgau.de/nachhaltigkeit.

Text: Ines Leitz