Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 haben die Möglichkeit
zusätzlich zu den einzelnen Fächern einen Seminarkurs zu belegen.
Die im Seminarkurs erreichten Punkte gehen in die Abiturbewertung
mit ein. Der Seminarkurs ersetzt die Präsenationsprüfung.
Seminarkurse am HGE im Schuljahr 2010/11
In diesem Schuljahr werden am Hartmanni-Gymnasium 3
Seminarkurse angeboten:
Der Seminarkurs Glück hat seinen Präsentationsabend
am 17. Mai.
Das Filmprojekt von Herrn Zimpel.
Die Schülerfirma digital.Eppingen digitalisiert alte
Familienerinnerungen, geliebte Schallplatten und Audiokassetten. Weitere
Informationen finden Sie auf
ihrer Homepage.
Die Schüler-Ingenieur-Akademie wird unterstützt
vom Südwestmetall. Sie finden einige Veranstaltungsberichte auf dieser
Seite weiter unten.
Der Image-Film für die Stadt Eppingen vom Seminarkurs Film
Veranstaltungsberichte des SIA-Seminarkurses
BWL-Planspiel Factory AG
Spielen und gleichzeitig Wirtschaft lernen, geht das?
Ja, das Seminar am 4.Februar unseres SIA-Kurses zeigt dies deutlich.
Mit Hilfe eines BWL-Planspiels lernten wir betriebswirtschaftliche
Zusammenhänge besser zu verstehen.
Im Verlauf des Nachmittags zeigte uns Herr Aschmann, wie wir ein
Unternehmen, namens Factory AG, aus den roten Zahlen heraus holen
können. Mit Hilfe einer Anleitung spielten wir drei Unternehmensjahre
nach. Dabei stellten wir Bilanzrechnungen, Gewinn- und Verlustrechnungen,
sowie Kapitalflussrechnungen auf. Wir lernten wichtige Kennzahlen,
wie zum Beispiel die Umsatzrendite, Eigenkapitalrendite und
Gesamtkapitalrendite kennen. Wir führten Investitionen durch und
rechneten aus, wann sich diese Investitionen lohnen würden.
Anhand dieses Planspiels konnten wir lernen, unternehmerische
Entscheidungen zu treffen und deren Auswirkungen zu betrachten.
Desweiteren erfuhren wir das Prinzip der Unternehmensführung sowie
Ansatzpunkte für Optimierung.
Das Planspiel hat allen Spaß gemacht, da wir spielerisch wichtige
Kenntnisse der BWL kennenlernten. Zu einer lockeren Atmosphäre hatte
auch dazu beigetragen, dass wir uns am Abend einige Familienpizzen
schmecken ließen. Wirklich ein sehr gelungenes Seminar.
Firmenbesichtigung: KACO - New Energy
Im Zuge des SIA-Seminarkurses besichtigten wir am Mittwoch, den
18. Januar 2011, die Firma KACO – New Energy in Neckarsulm. Herr
Soldan berichtete uns zunächst einige Fakten über die Firma, die als
mittelständiges Unternehmen weltweit an Standorten in Europa, Asien
und Nordamerika über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Anschließend führte
er uns in die Welt der Photovoltaik-Wechselrichter ein. Er erklärte
uns zum Beispiel ihre Funktionsweise oder die Unterschiede zwischen
Wechselrichtern mit und ohne Transformatoren.
An dieser Stelle wurde der Vortrag von Herrn Holzaepfel aus dem
Personalmanagement unterbrochen. Er stellte Berufsfelder und
Ausbildungsmöglichkeiten vor, die man nach dem Abitur im Unternehmen
wahrnehmen kann.
Danach ging es mit den Energietrends der kommenden Jahre weiter,
denn eins ist klar: Die fossilen Brennstoffe, wie Kohle und Erdöl,
werden in absehbarer Zeit nicht mehr verfügbar sein, so dass man
auf erneuerbare Energien, wie Solarenergie oder Wasserkraft,
umsteigen muss. Herr Soldan verkündete uns stolz, dass KACO bereits
jetzt emissionsfrei ist. Den Abschluss der Firmenbesichtigung bildete
eine Führung durch das Gebäude.
Firmenbesichtigung bei Hosokawa Bepex
Am Mittwochnachmittag den 1. Dezember 2010 besuchten wir, der SIA
Seminarkurs zusammen mit Herrn Jaißle und Herrn Gierich, die Firma
Hosokawa Bepex in Leingarten. Hosokawa Bepex ist ein Unternehmen
zur Konstruktion und Produktion von Sondermaschinen in zwei ganz
unterschiedlichen Bereichen. Zum einen stellen sie Maschinen her,
mit denen Materialien kompaktiert bzw. brikettiert werden können.
Diese können z.B. für Chemikalien und pharmazeutische Produkte,
aber auch für Holzkohle oder Ähnliches verwendet werden.
Zum anderen stellt Hosokawa Bepex Maschinen zur Süßwarenherstellung
her, mit denen Müsliriegel aber auch Schokoriegel wie Mars, Bounty und
Milkyway produziert werden können.
Ihre Aufträge erhält Hosokawa von Überall auf der Welt. Mit der
Erfüllung von speziellen Wünschen ist Hosokawa eines der führenden
Unternehmen in diesem Bereich, obwohl sie "nur" ein mittelständisches
Unternehmen ist.
Zuerst wurde uns viel über die Geschichte des Unternehmens erzählt,
danach durften wir einen Einblick in die Demonstrationshalle bekommen,
in der gerade die Produktion eines Müsliriegels mit Cranberries getestet
wurde, den wir später auch noch verkosten durften. Danach wurden uns
die Produktionshallen gezeigt in denen die kleinen Teile, der bis zu
60m langen Machinen angepasst und zusammengefügt wurden. Zum Schluss
wurden uns in einem Abschlussplenum letzte Fragen beantwortet, und
die Berufschancen sowie die Ausbildungsplätze erläutert.
Was mich besonders gefreut hat war, dass uns sogar Einblicke in den
persönlichen Werdegang der Geschäftsleitung gewährt wurde.
Zum Abschluss ist zu sagen, dass es ein sehr interessanter Nachmittag
war, an dem zumindest ich viel erfahren habe und ein wenig eine
Vorstellung davon bekommen habe wie es sein könnte in der freien
Wirtschaft zu arbeiten. Herzlichen Dank nocheinmal für die Führung und
die viele, auch sehr persönlchen Eindrücke!
Dritte Fahrt der SIA zur Fachhochschule nach Heilbronn
Am 27. Oktober 2010 ging es mit der SIA zu unserem dritten und letzten Seminar
an die Fachhochschule nach Heilbronn. Als wir ankamen ging es auch gleich ohne
große Umschweife los. Als erstes sollten wir den LEGO-Roboter, den wir am
Mittwoch zuvor müsam zusammengebaut hatten, wieder komplett
auseinandernehmen.
Als dies geschafft war, bekamen wir eine Art Abschlussprüfung
zur Aufgabe: Wir sollten selbständig einen Roboter bauen, der fahren und
gleichzeitig ein kleines Rad greifen und hochheben können sollte. Die
Spannbreite der Lösungen war erstaunlich. Sie ging vom kleinen
Ein-Arm-Roboter über den Marsroboter, bis hin zu komplexen Greif- und
Drehvorrichtungen. Am Ende des Tages, welches schneller kam als gedacht,
bekamen wir noch unseren eigenen LEGO-Mindstroms-Roboterführerschein überreicht.
Dieser bescheinigt uns, dass wir fähig sind, einen LEGO-Roboter absolut
selbständig zusammenzubauen und programmieren zu können.
Philipp Nicklas
Bericht "Zweite Seminarkursveranstaltung der SIA zum Thema Robotik"
Am 20. Oktober 2010 brachen wir nach der sechsten Stunde auf zu
unserer zweite Fahrt zur Fachhochschule in Heilbronn. Zu Beginn
wurde uns der Kuka Roboter der Firma Schunk, der vorige Woche nicht
zu bedienen ging vorgeführt und passend dazu Anwendungsmöglichkeiten
für die Funktion dieses Roboters erklärt. Danach ging es ab in
den Seminarraum, in dem wir zuerst eine kurze Einführung in die
Programmiersprachen und damit verknüpftes Grundwissen von Martin Haag
erhielten. Nach dieser kleinen Einführung ging es auch gleich los.
Wir durften am PC nun eigene Programme für unseren Lego Mindstorm
Roboter schreiben und diese auch ausprobieren. Nach dieser kurzen
Orientierungsphase erhielten wir einen weiteren kleinen Vortrag über
sogenannte Flussdiagramme und mussten folgend an diesen Vortrag
Programme auf Basis von Flussdiagrammen schreiben. Die Probleme, die
der Roboter mithilfe diesen Programmen bewältigen sollte, wurden
von Martin Haag gestellt. Nach der Bearbeitung dieser Aufgaben
durften wir selbst ausgewählte Aufgaben, die von Herrn Haag gestellt
wurden bearbeiten.
Jan-Philipp Kaiser
Erste Veranstaltung an der Hochschule in Heilbronn
Am Mittwoch, dem 13.10.2010 hatten wir, der SIA-Seminarkurs, unsere
erste Veranstaltung zum Thema Robotik an der Hochschule Heilbronn.
Als wir ankamen, begrüßte uns Herr Prof. Hoch, der Leiter der
Robotik Abteilung, mit seinen 2 Mitarbeitern Georg Wörle und
Jan-Philipp Liersch.
Als erstes bekamen wir unseren heutigen Dozenten Martin Haag
vorgestellt, ein Student im 5. Semester. Danach zeigten Herr Prof.
Hoch und sein Team uns ihr Labor mit mehreren Robotern.
Der größte Roboter im Labor, ein Mitsubishi_RV_6SL, kann sich
um 6 Achsen bewegen und bis zu 15kg anheben. Im Gegensatz dazu
ist der kleinste Roboter zwar nur 25cm hoch hat aber dafür eine
Genauigkeit von 0,0005mm und kostet so auch 20 000 Euro. Im Labor
stellten wir schon fest, dass es je nach Anwendungsbereich
unterschiedliche Roboter gibt. Aufgabe der Studenten ist es für
die Roboter unterschiedliche Steuerungsprogramme zu schreiben.
Nach dieser kurzen Einführung zeigte uns Martin Haag die Lego
Roboter "Lego Mindstorms NXT". Unsere heutige Aufgabe bestand darin,
diese Roboter zusammenzubauen, so dass wir am nächsten Termin gleich
mit dem Programmieren anfangen können.
Zum Abschluss des Tages zeigte uns Herr Prof. Hoch einen weiteren,
noch größeren Roboter in einer Lagerhalle. Dieser war 2,5 Tonnen
schwer und konnte so unmöglich ins Robotik-Labor befördert werden.
Der letzte Roboter den wir zusehen bekamen war ein "FTS", ein Fahrerloses
Transportsystem. So ein automatiersiertes Fahrzeug wird in der
Produktion meistens dazu eingesetzt Bauteile von einer Maschine zur
nächsten zu bringen.
Zusammenfassend war der Tag sehr spannend und hat uns erste Eindrücke
in die Welt der Roboter gezeigt. Einfach faszinierend!
Fabian Nonnenmacher
„Die Welt von morgen gestalten“ – die Schüler-Ingenieur-Akademie am HGE
16 neugierige Schüler der Jahrgangsstufe 1 und ihre Eltern kamen am
Montag, 20.09.2010, ins Gebäude des Südwestmetall (Verband der
Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.) um zu erfahren,
was sie in diesem Schuljahr im neuen Seminarkursmodell des Gymnasiums
erlernen und erleben werden.
Hausherr Alfred Bloch sprach in seinem Grußwort von einer
„Herzensangelegenheit“ – der Ingenieursmangel wäre jetzt schon
spürbar und werde in Zukunft noch gravierender werden. So sei es
eine Selbstverständlichkeit die Initiative Schüler-Ingenieur-Akademie
zu unterstützen.
Schulleiter Uwe Wittwer-Gärttner erläuterte ebenfalls seine
Beweggründe für die Einrichtung der Kooperationsveranstaltung
SIA: „Die gymnasiale Schülerschaft muss für die Berufswelt
geöffnet werden.“ Die Schüler-Ingenieur-Akademie sei eine
weitere sehr sinnvolle Ergänzung im Bereich der Berufsorientierung
am Gymnasium. Neben dem einwöchigen Berufspraktikum BOGY, dem
Jobfit-Programm, der Schülerfirma und dem neuen Fach NWT
verstärkt laut Uwe Wittwer-Gärttner der neue Seminarkurs SIA
die Berufsorientierung am Hartmanni-Gymnasium, da dieser Kurs Aspekte
aller vorhergenannten Projekte bündle und die Intensität der
Zusammenarbeit mit den außerschulischen Partnern eine ganz andere
Qualität erreiche. So hob er besonders den kooperativen Charakter
des Projekts hervor.
In diesem Schuljahr werden die 3 Schülerinnen und 13 Schüler im
Seminarkurs unter der Leitung von Katharina Schiebeler und Bertram Gierich
Termine bei den verschiedenen Kooperationspartnern des Projekts haben. Die
SIA ist ein Kooperationsmodell von Schule, Hochschule und Wirtschaft und
wurde vor 10 Jahren ins Leben gerufen. Klaus Jaißle, der
Ansprechpartner für SIA, sprach von über 40 Kooperationsprojekten
im Land. In Eppingen bedeutet dies konkret, dass sich die Firma Dieffenbacher
und die Hochschule Heilbronn als Kooperationspartner zur Verfügung
stellen. Auch Doktor Weber, Personalreferent der Firma Dieffenbacher,
sprach von einer „Herzensangelegenheit“ – der Ingenieursmangel werde
aufgrund des demographischen Wandels noch stärker werden und die
Firma Dieffenbacher stünde mit anderen Großunternehmen in
der Region in Konkurrenz um gute Mitarbeiter. „Da kam SIA wie gerufen.“
Auch Professor Andreas Hoch von der Hochschule Heilbronn will den
Schülerinnen und Schülern Studiengänge bzw. Berufe im
technischen Bereich vorstellen und sie dafür begeistern.
Insgesamt steht den Jugendlichen ein spannendes Jahr bevor, das laut Klaus Jaißle mit dem ersten Treffen am 29.09.2010 beginnt.