Drittortbegegnung
Seit einigen Jahren gibt es neben den traditionellen Schüleraustauschen neue Formen
der Begegnung zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Nationalität. Bei diesen so
genannten "Dritt-Ort-Begegnungen" verbringen Jugendliche aus 2 (oder mehr) Ländern
eine Woche in attraktiver Umgebung bei gemeinsamen Aktivitäten.
Drittortbegegnung in Berlin - Klassenstufe 10
Eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen der Klassen 10c/d
hatten in der Woche vom 3. bis 8. April die Gelegenheit, in
Begleitung von Herrn Vonderlin und Frau Herrmann-Barabas an
einer sogenannten Drittortbegegnung in Berlin teilzunehmen.
Bei Drittortbegegnungen geht es um gemeinsame Projekte von
französischen und deutschen Schülern, die an einem "dritten"
Ort – also nicht an einem Heimatort einer der beiden - stattfinden.
Derartige Unternehmungen werden daher vom deutsch-französischen
Jugendwerk unterstützt und gefördert.
Diesmal trafen sich Schüler und Schülerinnen des Hartmanni-Gymnasiums
Eppingen und vom Lycée Pilote Innovant International in Jaunay-Clan
bei Poitiers. Ziel ihres Projektes war es, in gemischten
deutsch-französischen Gruppen zum Thema "Spuren der Geschichte",
insbesondere zur Gedächtniskultur in Berlin, eine Präsentation zu
erstellen und in der Sprache des jeweils anderen vorzutragen.
Die Themen und Ergebnisse der deutsch-französischen Gemeinschaftsarbeit
waren sehr vielfältig: Eine Gruppe z.B. hatte sich mit der Entwicklung
des Reichstages hin zum Bundestag befasst. Weitere Themen waren:
die Berliner Mauer, ihre Entstehung, ihr Verschwinden und ihre Reste;
der Einfluss der französischen Hugenotten in Berlin; die
Gedächtnisstätten für die Opfer des Nationalsozialismus
(Stelenfeld, Jüdisches Museum; Rosa Winkel); Tendenzen, in der
Architektur alle Spuren der Geschichte zu bewahren (z.B. Einschusslöcher
aus dem Krieg in den Mauern des „Neuen Museums“/ Graffiti der russischen
Soldaten im Reichstag); schließlich die durch Interviews ermittelte
Erinnerung der Einwohner an die historischen Gebäude des heutigen
Humboldt-Forums.
Die Woche endete mit einem Abend am Berliner Ensemble, wo sich
Schüler und Lehrer die letzte öffentliche Probe von Wedekinds Lulu,
inszeniert von Bob Wilson, anschauen konnten. Die Woche war für alle
Teilnehmer interessant und sehr arbeitsintensiv. Dennoch hat allen
die gemeinsame Arbeit und natürlich auch das Zusammenfeiern viel
Spaß gemacht.
Im kommenden Jahr wird dieses deutsch-französische Projekt mit dem
Thema "Spuren der Geschichte" in Paris fortgesetzt.
Klicken Sie auf eines der Bilder um zur Galerie zu kommen.
Collège Pays des Abers-, Lannilis - Hartmanni-Gymnasium, Eppingen
Classe de 4ème - Klassenstufe 8
Die 15-stündige Anfahrt nach Camaret, einem kleinen,
beschaulichen Fischerort im äußersten Westen der Bretagne
schien endlos, doch wurden die Schülerinnen und Schüler
sowie ihre beiden begeleitenden Lehrer, Frau Herrmann-Barabas
und Herr Bacher durch die tolle Landschaft und die nette
Partnerklasse aus Lannilis entschädigt.
Gleich zu Beginn wurden die Schüler nach verschiedenen
Spielen zum Kennenlernen und gegenseitiger Vorstellung
in deutsch-französische Teams eingeteilt, in denen die
verschiedenen Programmpunkte durchgeführt wurden.
Jeder Teilnehmer erhielt eine Art Tagebuch, in dem er in
deutsch-französischer Zusammenarbeit den Aufenthalt dokumentierte.
Die gemeinsamen Aktivitäten, aber vor allem spontane gegenseitige
Sympathie erleichterten die Kontakte, so dass sich auch in
der Freizeit stets deutsch-französische Gruppen zusammenfanden.
Höhepunkte des Programms waren neben dem Fischen zu Fuß und
dem Einrichten eines Aquariums ein aufregender Segelkurs,
die Wanderung entlang der Steilküste und zu den Meereshöhlen
und natürlich die Abschlussparty!
Das gemeinsame Erlebnis des Aufenthalts und das Programm trugen
dazu bei, dass zahlreiche Freundschaften geschlossen wurden
und dass die Jugendlichen mit einer zusätzlichen Motivation
zum Erlernen der Fremdsprachen nach Hause fuhren.
Einige Impressionen der letzten Drittortbegegnung können Sie dieser Galerie entnehmen.
Klicken Sie auf eines der Bilder um zu Galerie zu gelangen
|